Plötzlech hets di am Füdle

Plötzlech hets di am Füdle

Erstmals gibt es sie schwarz auf weiss, diese Geschichten von Pedro Lenz, in denen Tragik und Komik so nah beieinander sind. Lenz ist ein Erzähler kleiner Welten. Ein Bahnhof, eine Baracke, eine Kunsteisbahn, ein Fussballplatz, das sind Orte, an die er uns führt. Zu Menschen, die versuchen, mit ihrem unspektakulären Leben fertig zu werden. Zum Greppehugo, der keinesfalls so werden will wie sein Vater, der jeden Samstag das Auto schamponiert hat, oder zu Chantal, die vom Fritschi träumt, ihrem Arbeitskollegen, der immer so nett zu ihr ist, so anders als ihr Freund, mit dem sie unterwegs ist ins Tessin.

Eigentlich sind die Texte von Pedro Lenz hinten und vorn nicht lustig, aber man kann gar nichts anderes tun als lachen, sonst geht die Gänsehaut nicht weg, die einen beim Hören dieser Minidramen befällt.
Wolfgang Bortlik, 20 Minuten, 4.11.2008

Für ein des Berndeutschen nicht mächtiges Publikum vorab die Entwarnung: Der Titel bedeutet nichts Unanständiges, sondern liesse sich ungefähr mit «auf dem falschen Fuss erwischt» übersetzen. «Es het eigentlech aues ganz harmlos aagfange», beginnt eine der Geschichten des Berner Autors und Mundart-Spoken- Word-Performers Pedro Lenz – und sie endet mit einem Streit über die Bibel. Wie so manches, das im Leben banal beginnt und in der Katastrophe oder zumindest unschön endet, handeln Lenz’ Geschichten von solchen unerwarteten Wendungen im zwischenmenschlichen Bereich. Ihre Protagonisten sind «armi Sieche» und Sturköpfe, Ignorante und Pechvögel, denen der Humor trotz allem Ungemach dieser Welt nie ausgeht. 24 herrlich erzählte Aperçus, die man am besten parallel zum Hörbuch «Angeri näh Ruschgift» liest, um den Berner Sound ins Ohr zu bekommen.
Regula Freuler, NZZ am Sonntag, 26.10.2008

Wer Pedro Lenz auf der Bühne sieht, glaubt den leibhaftigen Buster Keaton vor sich, der mit grossen, traurigen Augen ebenso traurige Geschichten erzählt, selber nie lacht, das Publikum aber ständig zum Lachen bringt.
Michael Meier, Tages-Anzeiger, 9.6.2008

Schwadroneure in Berndeutsch
Penetrant nostalgische Fussballfans, eingebildete Gesunde, unglücklich Verliebte – das Personal in diesen Geschichten ist typisch und realistisch. Solange die Figuren nicht schweigen müssen, leben sie und zugleich reden sie sich um Kopf und Kragen. Der Berner Spoken-Word-Artist Pedro Lenz nennt das selbst „banale Geschichten“, aber das betrifft höchstens die Inhalte. Das Leben ist halt nun mal öfters banal. Die erzählerische Form der Texte hingegen ist brillant und das Lesen der Berner Mundart macht Spass.
Wolfgang Bortlik, 20 Minuten, 4.11.2008

Mundart von Pedro Lenz gab es bisher auf den CDs “I wott nüt gseit ha” und “Angeri näh Ruschgift”. Jetzt gibt es sie erstmals schwarz auf weiss, diese Geschichten, in denen Tragik und Komik so nah beieinander sind.


Cosmos Verlag, Muri bei Bern, 2008
Sprache: Mundart
144 Seiten, gebunden
ISBN-13: 978-3-305-00425-6, ISBN-10: 3-305-00425-8
8. Auflage 2015

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