Medienspiegel
NZZ am Sonntag, 26.10.2008
Rezension: Plötzlech hets di am Füdle - Banale Geschichten
Literaturbeilage NZZ: Buchrezension
Pedro Lenz: Plötzlech hets di am Füdle
Banale Geschichten
Für ein des Berndeutschen nicht mächtiges Publikum vorab die Entwarnung: Der Titel bedeutet nichts Unanständiges, sondern liesse sich ungefähr mit «auf dem falschen Fuss erwischt» übersetzen. «Es het eigentlech aues ganz harmlos aagfange», beginnt eine der Geschichten des Berner Autors und Mundart-Spoken- Word-Performers Pedro Lenz – und sie endet mit einem Streit über die Bibel. Wie so manches, das im Leben banal beginnt und in der Katastrophe oder zumindest unschön endet, handeln Lenz’ Geschichten von solchen unerwarteten Wendungen im zwischenmenschlichen Bereich. Ihre Protagonisten sind «armi Sieche» und Sturköpfe, Ignorante und Pechvögel, denen der Humor trotz allem Ungemach dieser Welt nie ausgeht. 24 herrlich erzählte Aperçus, die man am besten parallel zum Hörbuch «Angeri näh Ruschgift» liest, um den Berner Sound ins Ohr zu bekommen.
Regula Freuler, NZZ am Sonntag, 26. Oktober 2008
